Rückblick: Tansania 2004-2006

Der folgende Text von Carina Mettlen (22) ist im Infoheft Nr. 25 (2007) erschienen.

:: »Zwei Schläfsäle nach drei Jahren...«

Von 2004 bis 2006 reiste jedes Jahr im Sommer eine Gruppe Jugendlicher für jeweils einen Monat nach Morogoro, um den Bau zweier Schlafsäle für die Schule Elu Children Care (ECC) zu unterstützen. Die Räume sollen Straßen- und Waisenkindern eine Unierbringungsmöglichkeit bieten, damit sie die Schule besuchen können.

Blick in die Schläfsäle [2006]

Im August 2004 starteten wir das Projekt mit dem Bau des Fundamentes. Einen Monat lang wurden unter Aufsicht eines tansanischen Maurers und eines tansanischen Architekten Gräben gezogen, Löcher gegraben und Säulen gegossen. Die Mauern der ersten Gebäudehälfte wurden im Laufe des Jahres hochgezogen und als die Steinschleuder-Truppe im Sommer 2005 wieder kam, wurde an der zweiten Gebäudehälfte fleißig weiter gemauert! Die Dachstühle beider Gebäudehälften wurden während unserer Abwesenheit herge­stellt. Dieses Jahr (2006) haben wir die Räume von innen und außen verputzt und den Boden eines Gebäudes gegossen. Der Bau soll dieses Jahr fertig gestellt werden: die Decke wird gezimmert, sanitäre Anlagen installiert, die Räume gestrichen, Fenster eingesetzt und die Räume möbliert. Wir hoffen, dass die Schlafräume nächstes Jahr einzugsbereit sind!

:: »und unvergessliche Erfahrungen & Erlebnisse«

Bewohnerinnen der Schlafsäle

Wir blicken auf drei schöne Jahre in Tansania zurück. Wir haben mit den Lehrern zusammen gearbeitet, an den Wochenenden Ausflüge gemacht und wurden von einigen zu sich nach Hause eingeladen. Es sind viele Freundschaften entstanden und durch unsere gemeinsam verbrachte Zeit haben wir nicht nur gelernt die Maurerkelle zu schwingen, sondern konnten am tansanischen Leben teilnehmen und die Kultur kennen lernen. Es ist beeindruckend, ein Projekt über drei Jahre zu begleiten und zu sehen, wie es wächst   und   die   Anfangsidee   Gestalt annimmt. Wir haben Erasto Luanda, einen großartigen Menschen, ken­nen gelernt, der mit seinem eigenen Geld mühsam die Schule 1997 mit drei Schülern eröffnet hat. Die Philosophie seiner Schule ist in Morogoro angenommen worden, sie ist nun staatlich anerkannt und heute besu­chen sie mehr als 300 Schüler. Letztes Jahr hat die erste Klasse ihren staatlichen Abschluss gemacht und die Schüler haben sehr gute Beurteilungen bekommen! Erastos Engagement hat dies alles möglich gemacht und uns gezeigt, dass auch kleine Leute etwas Großes bewegen können! Das Projekt wird nun ohne die Steinschleuder weiter wachsen. Finanziell unterstützen wir die Fertigstellung der Schlafsäle, doch Erasto und die anderen Lehrer werden dafür sorgen, dass in ihnen gelebt, gespielt und gelernt wird.