Zwischenbilanz 2002

Die folgenden Auszüge sind aus dem Artikel von Valentin Vollmer (23), der im Infoheft Nr. 21 (2003) erschienen ist. Einige Monate nach unserer Rückkehr vom zweiten Senegal-Baucamp erreichte uns eine Serie von Fotos, die eine große Anzahl von Kindern im Unterricht und beim Spielen zeigten und anlass für diesen freudigen Bericht gaben.

:: »Spielende Kinder«

Beliebte Pausenbeschäftigung

Spielende Kinder toben über das Gelände, spielen Ball und ruhen sich anschließend im Schatten eines großen Baumes aus. Einige Kinder genießen noch den Wind beim Schaukeln, bevor es wieder in den Kindergartenraum geht. Dort wo im Sommer 2002 noch eine einzige Baustelle war, sind schon seit November des selben Jahres drei Räume für den Kindergarten fertiggestellt und in Betrieb genommen worden. Zu den ersten Kindern, die schon seit der Fertigstellung des ersten Raumes 2001 den Kindergarten besuchen, sind inzwischen 20 weitere hinzugekommen. Auch musste schon eine weitere Kindergärtnerin eingestellt werden, denn 30 Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren waren für eine allein zu viel. Hier kommen Kinder aus den verschiedensten Familien zusammen. Die einen haben wenig Geld und freuen sich ihr Kind auf den Kindergarten schicken zu dürfen. Ein Kind hat seinen Vater bei dem schrecklichen Fährunglück im vergangenen Jahr vor der Küste Senegals verloren, anderen Familien geht es besser und auch sie nutzen die Möglichkeit der Vorbereitung auf die Schule.

:: »Beeindruckendes lokales Engagement«

SchülerInnen aus der grande section

Aus der Idee ist ein erfolgreiches Projekt geworden. Der wahrscheinlich wichtigste Erfolgsgarant ist wohl das Engagement unserer Partner im Senegal. Wie kann man sicher sein, dass ein solcher Kindergarten auch von der Bevölkerung gebraucht und dann genutzt wird? Ist die Idee vor Ort entstanden, so ist dies eine gute Voraussetzung. Überlegen wir uns in Deutschland, was sinnvoll sein könnte, so kann man im Resultat häufig von ineffektiver Zwangsbeglückung reden. Diese ist zudem selten von langer Dauer, denn sobald der Projektpartner aus Europa sich zurückzieht ist kein Motor mehr da, und das Projekt wird einschlafen.

:: »Die Rolle des Steinschleuder e.V.«

Bei dem Einsatz, den unsere Partner zeigen ist die Wichtigkeit des Kindergartens deutlich zu sehen. Es sind keine Theoretiker in Deutschland, die sich neue Sachen überlegen, sondern die Idee ist aus den konkreten Bedürfnissen vor Ort entstanden. Der Steinschleuder e. V. hat gleichzeitig eine wichtige wie auch eine Nebenrolle inne. Der Initiator des Projektes waren nicht wir, wir sind auch nicht diejenigen, die den laufenden Betrieb organisieren, und wir entscheiden auch nicht welche Kinder den Kindergarten besuchen. Dies sind alles Aufgaben, die um der Nachhaltigkeit Willen vor Ort erledigt werden. Gleichzeitig wäre der Kindergarten nie Wirklichkeit geworden wäre da nicht die Hilfe des Steinschleuder e. V., d. .h wären da nicht die engagierten jungen Menschen und die Menschen die uns durch Spenden unterstützen.