Reise nach Saint Louis
Der folgende Text von Lisa Käufling (17) ist im Infoheft Nr. 18 (2001) erschienen. Es war der Auftakt zu einer bis heute andauernden Serie von Steinschleuderreisen.
:: »Aufbruch«
Es war früh am Morgen und wir hatten das Nötigste in die Rucksäcke gestopft, als die Fahrt nach Saint Louis losging. Dort sollte nach drei Wochen Baucamp der Ort zum Ausspannen sein, die letzten Eindrücke konnten gesammelt werden. Endlich war der car rapide beladen, wir saßen aufeinandergestapelt, waren abfahrbereit. Gemütlich aneinandergekauert und schweißgebadet fuhren wir durch die senegalesische Savanne. In einem kleinen Dörfchen, in dem wir sehr freundlich empfangen wurden, machten wir einen Zwischenstopp. Ein leckeres Mittagessen, im Schatten eines Baobabs, eine Sightseeingtour zum Dorfbrunnen und der darauffolgende Spaziergang boten uns einen Einblick in das ländliche Leben unseres Gastlandes.
:: »Schlafburg unter freiem Himmel«
Als wir nach cirka acht Stunden Fahrt endlich in Saint Louis ankamen, schleppten wir uns erschöpft in unseren Gemeinschaftsschlafsaal. Erst am folgenden Tag konnten die Zimmer verteilt werden, wobei ein Teil die Übernachtung unter dem freien Sternenhimmel am Strand vorzog. Dank unserer Baumeister, die die Idee hatten eine Schlafburg zu bauen, mussten wir unser Bett nicht mit den Sandkrebsen teilen.
Nach unserem täglichen Schoko-Frühstück bildeten sich Grüppchen, die entweder an den Strand oder in die Stadt zum Bummeln zogen. Was selbstverständlich auf einer Reise in Senegal nicht auszulassen ist, ist ein Besuch in dem Nationalpark Réserve de Guembeul, wo sich in freier Natur Affen, Riesenschildkröten, Gazellen und Antilopenherden bewundern lassen.
Anschließend wurde die Rückreise nach Dakar angetreten, um dort den letzten Tag mit unseren senegalesischen Freunden und den Familien zu verbringen, die wir hoffentlich bald wiedersehen werden.



