Ouakam, Senegal
:: A k t u e l l: Ein Schulbus für Ouakam
Seit 2001 gehen Kinder aus Ouakam, einer Vorstadt von Dakar, in die Vorschule Yokkoo zum Lernen und Spielen. 2001 errichtete Steinschleuder mit lokalen Partnerorganisationen diese Schule, die 2003 bautechnisch fertiggestellt wurde. Seither hat sich viel getan in Ouakam. Vor allem ist Ouakam zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt geworden und wird durch große Verkehrsachsen regelrecht zergliedert. Für Kinder wird der Schulweg dadurch unsicher und gefährlich.
Unsere Projektpartner sind überzeugt: Es könnten mehr Kinder in die Vorschule gehen, wenn ihre Begleitung zur Schule durch einen Schulbus gewährleistet wäre.Würden mehr Kinder Yokkoo besuchen, würden nicht nur mehr Kinder Bildung erhalten, es könnten auch die Einnahmen gesteigert werden, wodurch es gelingen würde, selbsständig Rücklagen für wichtige Investitionen in der Zukunft zu bilden. Diese Möglichkeit langfristiger, struktureller Eigenständigkeit wollen wir wahr werden lassen und freuen uns über jede finanzielle Unterstützung. Mehr Informationen über die Veränderungen Ouakams und die Folgen für Yokkoo
Kontodaten:
Steinschleuder e.V.
Kontonummer 274 335 00
GLS Bank Bochum
BLZ 430 609 67
Verwendungszweck: Schulbus
:: B a u p r o j e k t
Das erste Projekt des Steinschleuder e.V. auf dem afrikanischem Kontinent fand in der westafrikanischen Republik Senegal statt. In Ouakam, einer 55`000 Einwohnerstadt nahe der Hauptstadt Dakar, entstand im Rahmen von drei Baucamps (2001-2003) in Zusammenarbeit mit zwei Partnerorganisationen Lengoo und Codiv die Vorschuleinrichtung Jokkoo. Sie besteht aus vier Klassenräumen, einem Krankenzimmer, einer Schulbücherei und Mediathek, einem Schulhof und dem Verwaltungskomplex.
Baubericht 2001 | Zwischenbilanz 2002 | Zwischenbilanz 2003 und Ausblick |
:: N a c h h a l t i g k e i t
Seit dem ersten Projektjahr 2001 wird Jokkoo als Vorschule genutzt und von Kindern aus Ouakam besucht. Seit der Fertigstellung bietet sie jährlich ungefähr 60-70 Familien die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder und drei Lehrerinnen, einem Hausmeister und zwei Reinigungskräften Einkommen und Arbeit. Bis auf die Gehälter der Lehrerinnen, die aus den Beiträgen der Eltern gezahlt werden, übernimmt die Kommune die Personalkosten. Die monatlichen Beiträge der Eltern sind nach Einkommensverhältnissen gestuft, wodurch auch Kinder aus einkommensschwächeren Familien die Chance auf Betreuung und Erziehung erhalten.
Status quo: 2006 | Status quo: 2008 | Status quo: 2010 |
:: E r f a h r u n g
Das Projekt in Senegal war aufgrund des intensiven kulturellen Austausches herausstechend. Die Workcamp-TeilnehmerInnen waren einzeln oder zu zweit in Gastfamilien aus Ouakam untergebracht und hatten die Chance, vertiefte Einblicke in das Familienleben zu erhalten. Gemeinsame Einkäufe auf dem Markt, gemeinsames Kochen, Festlichkeiten, Ausflüge und Besuche bei Freunden und Verwandten ermöglichten, sich mit der Kultur des Landes vertraut zu machen. Zu dieser Erfahrung des Lebens in den Gastfamilien kam jedoch auch die Zusammenarbeit mit den jugendlichen Mitgliedern der Partnerorganisationen auf der Baustelle hinzu. Oft setzte sich das Zusammensein nach der anstrengenden Arbeit fort, indem der Tag z.B. mit einem abkühlenden Besuch des Strandes von Ouakam einen Ausklang fand.
Ausflug auf die "Sklaveninsel Gorée | Leben in den Gastfamilien | Die Gruppe | Reise nach Saint Louis |
:: P r o j e k t i d e e
Die lokale Initiative, in Ouakam eine Vorschule zu errichten, entsprang aus zwei zentralen Motiven. Zum einen war gerade in Ouakam das Angebot der vorschulischen Betreuung von Kindern ausgesprochen dünn. Zum anderen sollte es eine Art "Modellschule" mit einem pädagogischen Konzept werden, welches dem Erlernen der Muttersprache Wolof - im Großraum Dakar die vorherrschende Landessprache - Bedeutung beimisst.

- Die Schülerschaft [2002]
Bis heute ist das Schulsystem in Struktur als auch Methodik-Didaktik an das Schulsystem der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich angelehnt. Französisch ist die offizielle Unterrichtssprache im formellen Bildungswesen. Die Vorschule Yokkoo zeichnet sich durch den Anspruch aus, dass die Beherrschung der Muttersprache Voraussetzung für einen gelungenen Fremd- bzw. Zweitspracherwerb und eine intakte kulturelle Identität ist. Deshalb werden die SchülerInnen zunächst mit Wolof vertraut gemacht, um dann behutsam und spielerisch an die französische Sprache herangeführt zu werden.
Hintergründe: Bildung, Ouakam, Partner | Relevanz einer Sozialisation in Wolof |
Bei Interesse an oder Fragen zum Senegalprojekt kannst du uns gerne kontaktieren.



