Wieder in Tansania

:: P r o j e k t   2 0 1 0

von Steinschleuder errichteter Schlafsaal

Im Sommer 2010 wird der Steinschleuder e.V. zusammen mit der Schweizer Jugendorganisation IDEM - identity ihrough initative (www.idem-network.org) ein Kooperationsbaucamp in Morogoro (Tansania) durchführen. Wir haben uns darauf verständigt, das von IDEM in den letzten Jahren bautechnisch angefangene Gebäude (Speisesaal/Aula) gemeinsam fertigzustellen.
Das Baucamp wird vom 07.08.2010 bis zum 31.08.2010 stattfinden.
Über weitere Entwicklungen des Kooperationsbaucamps werden wir Euch regelmäßig  auf dem Laufenden halten. Wer allerdings Lust hat an diesem besonderen Baucamp teilzunehmen, kann sich gerne schon bei uns über steinschleuder.idem@googlemail.com melden oder das Anmeldeformular ausfüllen.

Informationen zu dem bereits in Tansania (Morogoro) vom Steinschleuder e.V. durchgeführten Projekt (2004-2006), könnt ihr euch hier weiter informieren.

:: W a r u m   w i e d e r   T a n s a n i a ?

Nach vielen Diskussionen und Überlegungen haben die Aktiven des Steinschleuder e.V. entschieden, im Anschluss an das Philippinen-Projekt im Jahr 2010 kein neues Projekt im klassischen Steinschleuder-Sinne anzufangen, d.h. für drei Jahre in ein neues Projekt zu gehen. Trotz kontinuierlicher Versuche neue, engagierte, junge Mitstreiter/innen zu finden, sind wir doch im Prinzip ein Kreis aus langjährigen Steinschleuder/innen geblieben, die nicht nur die Vereinsarbeit stemmen, sondern immer mehr den Verein insgesamt bilden. Dieses Problem begleitet uns bereits mehrere Jahre und mit verschiedensten Mitteln versuchen wir unsere Öffentlichkeitsarbeit und Jugendarbeit zu verändern, neue Formen zu integrieren. Dabei werden wir selbst natürlich nicht jünger, manche treten in die Berufswelt ein, aber auch das Studium lässt nach der Bologna-Reform nicht mehr die Freiräume, wie vielleicht noch vor wenigen Jahren. Kurzum: Die Verantwortung, ein neues Projekt zu beginnen, können wir nur übernehmen, wenn wir sie realistisch verantworten können. So entstand die Idee, 2010 ein einjähriges Projekt durchzuführen.

Auch wenn wir uns dem Prinzip weiterhin verpflichtet fühlen, dass sich unsere Projekte selber tragen lernen, so ist es doch eine Überlegung wert, inwiefern eine Rückkehr in ein altes Projekt nach einigen Jahren eine sinnvolle und nachhaltige Entscheidung darstellen kann.
Auf unseren letzten Koordinationstreffen haben wir dieses Thema ausführlich und breit diskutiert und letztlich konnten wir dieser Idee durchaus einiges abgewinnen. Unsere letzten drei Projekte, die die derzeitigen Aktiven noch alle selbst miterlebt und durchgeführt haben, tragen sich zwar allesamt selbstständig und werden in ihrem ursprünglichen Zweck genutzt. Dies ist ein großer Erfolg: Im Senegal besuchen nun bereits neun Jahre lang immer wieder 50-70 Kinder die Vorschule in Ouakam, in Tansania schlafen und leben etwa ebenso viele Kinder in den Schlafsälen der Schule, auf den Philippinen werden derzeit die ersten Bildungskurse durchgeführt. Und dennoch: Wir engagieren uns nicht umsonst gerade in Armutsregionen. Auch wenn also ein laufender Schulbetrieb mit viel Eigeninitiative und hohem Grad an Freiwilligkeit geleistet werden kann, heißt das noch lange nicht, dass auch Rücklagen für größere Reparaturen, aber auch nötige bzw. sinnvolle Investitionen gebildet werden können.

So gibt es gerade in den länger zurückliegenden Projekten einige Anhäufungen an nicht oder nur auf Kosten von anderweitigen Engpässen zu realisierenden, notwendigen und sinnvollen Maßnahmen. Die Schule von Erasto Luanda ist in den letzten Jahren gewaltig gewachsen, so dass die bisherige Versorgung der Schüler mit Mahlzeiten in den Pausen kaum zu bewerkstelligen ist durch die kleine Schulküche. So entstehen Verzögerungen, Ausfälle und vielfaches Chaos, was durch eine Vergrößerung der Räumlichkeiten leicht behoben werden könnte. Aber auch im Senegal gäbe es einige die Nachhaltigkeit des Projektes betreffende, sinnvolle Maßnahmen.