Wieder in Tansania

Bericht von vor Ort

Viel Schweiß, kaum Blut und keine Tränen, sondern im Gegenteil, viel Lachen und Freude ist das Fazit unserer ersten Woche hier in Morogoro, Tansania im Workcamp an der ELU Children School. Wir, das sind fast 40 junge Leute aus Deutschland, Schweiz, Indonesien, Belgien und auch Tansania, und wir sind hier, um in Kooperation mit dem Schweizer Verein IDEM ein im Jahre 2007 von diesem begonnes Bauprojekt, einen neuen Speisesaal für die mittlerweile stark angewachsene Schülerzahl, fertigzustellen.

Für die Teilnehmer von uns, die schon einmal hier waren und mithalfen, ist der Anblick des (noch) unfertigen Gebäudes Ehrfurcht gebietend. Denn in unserer Abwesenheit wurden die Mauern bis auf 4 Meter hochgezogen und sogar das Dach schon darauf gesetzt. Mit einer Länge von 40 und einer Breite von 12 Meter sind das eine Menge Wände, die wir in dieser "Kathedrale" in den kommenden Tagen zu verputzen haben. Und da wir hier nicht auf technische Hilfsmittel wie Zementmischer oder Ähnliches zurückgreifen können, wird eine Menge Schweiss beim händischen Mischen des Mörtel produziert.

Um auch in unterhalb des Daches die Wände verputzen zu können, wurde unter Anleitung unseres einheimischen Bauleiters, Mister Ali, ein Gerüst aus Holzplanken gezimmert. Danach wurde es unter Anleitung von unserer selbsternannten Gerüstmeisterin Denise soweit stabilisiert, dass auch wir ängstlichen Europäer darauf herumlaufen wollen. Schliesslich ist ein erfahrener Baumeister nicht auf ein Geländer angewiesen, für uns jedoch stellt dies eine willkommene Absicherung vor unangenehmen Begegnungen mit dem Boden dar. Glücklicherweise haben wir auch sonst außer zweier Magenverstimmungen bislang keinerlei Ausfälle zu beklagen. Blutende Finger im Küchenteam aufgrund spontan scharfwerdender Messer sind davon mal ausgenommen.

Wenn dann abends zum Feierabend gerufen wird und das einfache, aber leckere Essen auf dem Tisch steht, schaut man zwar in erschöpfte, aber auch gutgelaunte und glückliche Gesichter angesichts des am Tag vollbrachten. Oft ist dann der Tag jedoch noch nicht für uns beendet, sondern man trifft sich zu gemeinsamen Spielen oder es ergibt sich die Gelegenheit für lange und teilweise intensive Gespräche bevor man sich in sein Moskitonetz zum Schlafen und Träumen unter Tansanias Sternenhimmel begibt.