Umwelterziehung: Am Beispiel von Müll

Während der Zusammenarbeit lernten wir uns gut kennen, auch wenn es anfänglich an einigen Stellen auf der verbalen Ebene Verständigungsschwierigkeiten gab, konnten wir es gut über die nonverbale Sprache ausgleichen. Wie man sich vorstellen kann, gab es immer viel zu tun auf der Farm. Aber durch unsere hervorragende Zusammenarbeit kamen wir schnell voran. Es fielen Aufgaben wie Acker pflügen, Setzlinge einpflanzen, Unkraut rupfen, Felder bewässern und natürlichen Dünger zubereiten an. Auch beim Säubern der Farm, arbeiteten wir im Kollektiv. Ich war sehr froh, dass wir das Müllproblem auf der Farm im Griff hatten. Sobald man aber die Farm verließ, lief man kaum 100m und fand schon den ersten Müllberg, auf der Straße oder in den Wäldern.

Der Müll, der sich überall ansammelte, war nicht nur das Problem einzelner Familien, es betraf die gesamte Bevölkerung. Leider werden die Kinder nicht aufgeklärt, wie schädlich der Müll für die Natur mit ihren Pflanzen, Tieren und Menschen sein kann. Größtenteils liegt es daran, dass die Eltern selbst kein Wissen über die Zerstörungskraft der schädlichen Substanzen wie auch von der Entsorgung des Mülls haben. Dies gab mir den Anlass mit den Vertretern des CYSC für die Kinder ein Programm zu erstellen, bei dem  das Thema Müll im Vordergrund stand. Zu Beginn  klärten wir sie auf,  was Müll ist, welche Arten es gibt, wie man ihn verwerten oder entsorgen kann. Anfangs fragten wir sie, wie man in ihrer Familie den Müll entsorgt und es gab erschreckende Antworten wie: „Den schaffen wir manchmal in den Fluss oder in die Wälder.“ Nach dem theoretischen Abschnitt folgte nun der praktische.

Zuerst zeigten wir ihnen, wie man aus Müll auch Spielzeuge fertigen könnte, danach überließen wir sie ihrer Kreativität  und jeder sollte sich ein eigenes Spielzeug bauen, z.B.  aus alten Plastikflaschen, Deckeln oder Dosen. Natürlich standen wir ihnen beim Konstruieren ihrer Spielzeuge unterstützend zur Seite. Wir schlossen den Exkurs nach 3 Wochen ab und jeder konnte sein Werkstück vorstellen. Es war ein erlebnisreiches wie auch erfolgreiches Projekt. Danach hatten die Kinder die Aufgabe, ihre Eltern und andere Familienmitglieder aufzuklären. Trotz Wissen wird es ihnen schwer fallen, den Müll ordnungsgemäß zu entsorgen, da die Regierung zwar genügend Gelder für Mülltransporte und Entsorgung hat, aber diese aufgrund von Korruption offensichtlich für persönliche Zwecke genutzt werden.

2|5